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Gründe für Cannabis-Verbot

10-29-2008, 11:02 PM,
#1
Gründe für Cannabis-Verbot


Sagt mal, gibt es einen rationalen Grund, warum Cannabis in den meisten Ländern Verboten ist? Ich finde es sehr unlogisch. Tabak ist in den meisten Ländern erlaubt, obwohl Nicotin eigentlich wesentlich schädlicher ist als TCH. Nicotin wird im Körper eingelagert und macht physisch abhängig. Durch Konsum von TCH kann aber höchstens psychische Abhängigkeit entstehen, die bei weitem weniger gefährlich ist. Noch merkwürdiger finde ich, dass das generelle Verbot von Hanfanbau auch andere Nutzungsarten dieser Pflanze verboten sind (z.B. Produktion von Hanffasern), obwohl es keinen objektiven Grund dafür gibt.

BTW, wo bekommen Klempner ihren Hanf? (Ja, ich weiß, beim Klempnerbedarf-Händler, aber ich meine, woher kommt er ursprünglich?)
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#2
In den USA war es Harry J. Anslinger der gegen Cannabis vorging. Vor dem US-Kongress begründete er 1937 die Notwendigkeit des Verbots folgendermasen:
”There are 100000 total marijuana smokers in the US, and most are Negroes, Hispanics, Filipinos, and entertainers. Their Satanic music, jazz, and swing, result from marijuana use. This marijuana causes white women to seek sexual relations with Negroes, entertainers, and any others.”
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10-30-2008, 08:42 AM,
#3
Gründe für Cannabis-Verbot


Anslinger war sicher eine treibende Kraft in den USA. Der eigentliche Grund für das Verbot von Cannabis ist jedoch in wirtschaftlichen Gründen zu suchen. Als bedeutsame Nutzpflanze stand Cannabis beispielsweise der Kunstfaser- und Papierindustrie im Weg.
Ein 1916 verfasster Report bildete den Startpunkt für einen Feldzug gegen den Hanf. In diesem Report stellte man fest, dass aus einem Hektar Hanf dieselbe Papiermenge hergestellt werden könnte, wie aus 4 Hektar Wald wobei der Hanf eine weitaus kürzere Wachstumszeit benötigt. Ein Schrecken für den damals grössten Papierhersteller, Waldbesitzer und Zeitungsmagnat Hearst. Ihm zur Seite gesellte sich der Chemieriese Du Pont der nicht nur um seine synthetische Faser fürchtete sondern auch um seinen Sulfidabsatz zur Herstellung von Papier aus Holz an Hearst. Als Dritter in der Runde stiess der Bankier Mellon, der mit der Frau Anslingers verwandt war, hinzu. Er war zu dieser Zeit einer der reichsten Männer der USA. Viel wichtiger jedoch ist, dass er Finanzminister und Hauptfinancier der Firma Du Pont war. Sie starteten eine zuvor nie dagewesene Kampagne gegen Cannabis.
Mellon ernannte den Mann seiner Nicht, Harry Anslinger, zum Leiter der FBNDD (Staatlichen Rauschgift- und Drogenbehörde).
In den USA startete Anslinger bereits Ende der 20-er des vergangenen Jahrhunderts seine Anti-Cannabis Kampagne. Unter anderem gab er ein Gutachten in Auftrag. Im ersten schlussfolgert der Gutachter Fossier, dass Cannabis zum geistigen und physischen Verfall führen würde. Seine Begründung dafür ist, dass die herrschenden Rassen und aufgeklärten Länder Alkohol konsumieren während die geistig und physisch zu Grunde gehenden Nationen Hanf und Opium konsumieren würden.
Die Hetzkampagne, die Anslinger in den 20-ern startete ist der Grund für die heute kaum nachzuvollziehende Gesetzgebung bezüglich Cannabis. Sie malte Horrorszenarien und zeigte Filme über die angeblich verderbliche und tödliche Wirkung von Cannabis (Reefer Madness). In der Presse wurden Gruselgeschichten verbreitet. 1937 wird ein Cannabis-Steuergesetz verabschiedet bei dem keine wissenschaftlichen Tatsachen berücksichtigung fanden sondern lediglich Vorurteile massgebend waren.
Auszug aus den Begründungen:
Zitat:MR. ANSLINGER: In medical schools, the physician-to-be is taught that without opium he would be like a one-armed man. That is true, because you cannot get along without opium. But here we have drug that is not like opium. Opium has all of the good of Dr. Jekyll and all the evil of Mr. Hyde. This drug is entirely the monster Hyde, the harmful effect of which cannot be measured.

MR. ANSLINGER: It affects different individuals in different ways. Some individuals have a complete loss of sense of time or a sense of value. They lose their sense of place. That have an increased feeling of physical strength and power.

Some people will fly into a delirious rage, and they are temporarily irresponsible and may commit violent crimes. Other people will laugh uncontrollably. It is impossible to say what the effect will be on any individual. Those research men who have tried it have always been under control. They have always insisted upon that.

MR. MCCORMACK: Is it used by the criminal class?

MR. ANSLINGER: Yes, it is. It is dangerous to the mind and body, and particularly dangerous to the criminal type, because it releases all of the inhibitions. [...]

Nevertheless, it is one of the dangerous drugs that should be known only to be shunned--an intoxicant with the most vicious propensities.
Obwohl sich Stellvertreter des Amerikanischen Ärzteverbandes vehemennt gegen das Gesetz aussprachen, wurde es aufgrund von unsinnigen und unwahren Behauptungen verabschiedet. Aus dem harmlosen Industriestoff und Heilmittel Hanf, wird eine der angeblich verderblichsten Drogen, die zu Tod und Irrsinn führt.
In der Folge wurde eine Unze Hanf mit 1 Dollar besteuert. Bei nicht registrierten Händlern waren es sogar 100 Dollar. Nichtbeachtung wurde mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft. In der Folge nahmen viele Betriebe und Ärzte Abstand von Cannabis, womit beispielsweise in der Medizin der Weg für synthetische Medikamente geebnet wurde. Medikamente, die nicht mehr in jedem Garten wachsen und profitable Gewinne abwerfen.
Cannabis ist ein gutes Beispiel dafür, was wirtschaftliche Interessen und Rassenidiologie bewirken können.
Um das pätere Verbot zu rechtfertigen, war jede Lüge recht.
Behauptete Anslinger 1937 noch dass Cannabis gewalttätig mache, hielt er es 1948 für eine Substanz, die pazifistisch mache so dass die Kommunisten sie nutzen könnte um die amerikanische Kampfmoral zu schwächen. Eine durchgeführte Studie, die Anslingers Behauptung, dass Cannabis gewalttätig machen würde widerlegte, beantwortete er mit der Androhung von Gefängnis. Ohne sein Einverständnis sollte und durften keine Studien durchgeführt werden. Die Kampagne ging so weit, dass unter bestimmten Voraussetzungen sogar die Todesstrafe vorgesehen wurde. Als Vorsitzender der UN-Drogenkommission erreichte Anslinger die Gleichstellung von Cannabis mit schweren Drogen wie Morphin. Anslinger dazu: "Wer nun noch in den USA Marihuana
legalisieren will, verstößt gegen internationale Übereinkommen. Nun kann mir niemand mehr innenpolitisch kommen. Außerdem haben wir international unseren Standpunkt durchsetzen können, was eine Bestätigung des Ansehens der USA ist".
Nach dem Abtritt von Anslinger wurde der Umgang mit Cannabis zwar gelockert, das Verbot und die vielen unsinnigen Ansichten über die Pflanze sind leider geblieben.
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#4
Man sollte auch nicht unterschätzen, dass auch die Tabak-Produzenten den Marijuana-Verbot massiv lobbiert haben. Da Marijuana-Anbau vorwiegend von Mexikanern betrieben wurde, sahen die vorwiegend US-Amerikanischen Tabak-Magnaten es als Konkurrenz an. Auch die Textilindustrie hat die Konkurrenz aus dem Süden natürlich ungern gesehen: Aus Hanffasern lassen sich hervorragende Textilien herstellen, die sehr robust und strapazierfähig sind.
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11-04-2008, 03:31 PM,
#5
Re: Marijuana wurde als Konkurenz zu Tabak gesehen


Mister Quatre-Vingt schrieb:Man sollte auch nicht unterschätzen, dass auch die Tabak-Produzenten den Marijuana-Verbot massiv lobbiert haben. Da Marijuana-Anbau vorwiegend von Mexikanern betrieben wurde, sahen die vorwiegend US-Amerikanischen Tabak-Magnaten es als Konkurrenz an.

Aus eigener Erfahrung möchte ich das mal in Zweifel ziehen, denn schliesslich wird Cannabis meist mit Tabak geraucht. Eine reine Cannabistüte pfeift Dir die Lungen weg. Sie ist zwar möglich aber unüblich.
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#6
Hallo!

Ich bin der Meinung das jeder das tun sollte was er für richtig hält.
Verbote gibt es doch um sonst,alle machen wonach ihnen ist.

Das ist auch gut so,warum jemanden etwas verbiten wen es keinen Einfluss auf die anderen hat,wie z.B. Cannabis.

Ahnung darüber habe ich nicht viel,aber gelesen habe ich das es sehr viel in der Medizin verwendet wird.
Aber das verückteste was ich gelesen habe war,das mann sich Cannabis anbauen kann.

Stellt euch das mal vor!
So,das wars von mir,euch allen noch einen schönen Tag!

Alles gute
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